Der Themenkomplex der Absturzsicherung hielt nach einigen Veröffentlichungen in der Fachpresse, Inkrafttreten einer Feuerwehrdienstvorschrift und offenen Diskussionen in den Jahren 1999 und 2000 auch Einzug bei der Feuerwehr Hürth.

Wie organisiert man einen so sensiblen Themenbereich, beginnend bei der Ausrüstung bis zur qualifizierten Ausbildung?

Nach Einholung von verschiedenen Fachinformationen und Marktanalysen entschloss sich die Feuerwehr Hürth, einen Feuerwehrmann, als zukünftig kompetenen Ansprechpartner, an das Institut für Brand- und Katastrophenschutz Heyrothsberge zu entsenden, um den Grundlehrgang "Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen" (SRHT) zu absolvieren. Der ausgebildete Feuerwehrmann entwickelte ein Material- und Ausbildungskonzept, welches in besonderem Maß auf die Belange der Feuerwehr Hürth  ausgerichtet war.

Nach der erfolgreichen Vorstellung des Konzeptes wurde der Entschluss gefasst, vier weitere Feuerwehrmänner am Institut für Brand- und Katastrophenschutz Heyrothsberge ausbilden zu lassen, so dass in jeder Wachabteilung mindestens ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung steht.

Diese vier Feuerwehrmänner übernahmen im Anschluss an ihre Ausbildung die Beschaffung der neuen Gerätschaften sowie die Ausbildung in den Wachabteilungen. In den Jahren 2001 und 2002 wurden zwei der vier Feuerwehrmänner darüber hinaus am Institut für Brand- und Katastrophenschutz Heyrothsberge zu Ausbildern des Grundlehrgangs für "Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen" berufen. Im Jahre 2002 wurden drei weitere Feuerwehrmänner zum vorgenennten Grundlehrgang entsandt, welchen diese erfolgreich absolvierten.

Die in "Spezieller Rettung aus Höhen und Tiefen" ausgebildeten Feuerwehrmänner, dienen auch als Ausbilder im Bereich der "Absturzsicherung". Jeder Angehörige der Feuerwehr Hürth absolviert die Ausbildung "Absturzsicherung", um mit dem Equipment sicher arbeiten zu können.

Die Ausbildung behandelt u.a. folgende Themenschwerpunkte:

Seit 2009 findet in regelmäßigen Abständen die Ausbildung zum Höhenretter (Ausbildungsumfang: 100 Stunden) für eigene ehrenamtliche Feuerwehrangehörige statt.